17.05.-29.05.2023 - Einfach nur geil …
..ok … die eine oder andere Info für die Neugierigen, die nicht dabei waren:
Es sind ca. 5.200 km geworden, die uns unser Roadcaptain Step durch 9 Länder (Österreich, Italien, Frankreich, Monaco, Andorra, Spanien, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland), aber auch alle unsere Bundesländer entlang geführt hat, und das in nur 13 Tagen.
Das Wetter war nicht so gnädig mit uns, dafür haben wir das Be- und Entsteigen der Regenhaut perfektioniert. Wetterbedingt wurde vernünftiger Weise auch der eine oder andere Autobahnkilometer eingebaut, aber die meisten Strecken waren doch schnelle Schunkelbahnen, Berg- und Talwege, schmale Landstraßen durch imposante Felsschluchten entlang an Wildbächen, Tunnel und Brücken in allen Formen, Alm- und Pass-Straßen aber auch 2 ½ stündige Kurvenorgien, Promenaden an der Küste und ja, auch Stadtverkehr war dabei.
Und zu guter Letzt gab es doch auch den einen oder anderen Sonnenbrand.
Kein Tag wurde unter 350, sondern eher bis zu oder sogar über 500 km zurückgelegt. Die ersten beiden Abende waren in Italien (Spilimbergo und Pignone), dann 2 Nächte in Frankreich (Collobrieres und Nissan lez Enserune) und am 5. Abend waren wir schon in Andorra. Es folgten 2 Nächte in Spanien (Labureda und Pamplona), gefolgt von 2 Nächten in Bordeaux, wo
wir eine genial witzige Führung durch die innere Stadt mitmachen durften .. danke an Babsi für das Aufstöbern und Organisieren von Diane unserem Touriguide. Eine weitere Nacht in Frankreich (Saint Etienne) und schon waren wir in der Schweiz (Innertkirchen) und in Tirol (Haiming), um wieder zum American Restaurant heimzukehren.
Was man sich am Weg so anschaut, waren die Brücken von Lago di Verzegnis und Ponte Vecchio, ein Rennstrecken-Teil in Monaco, den Pont de Gard, eine Burgbesichtigung vom Chateau des Termes, Hobbit-Regionen, Mirador Circ de Pessons, der Leuchtturm von Biarritz, eine Bordeaux-Tour, Cafe au lait mit croissant bei Cyrano de Bergerac, das Hahntennjoch und vieles mehr ...
Kulinarisch haben wir uns von den einheimischen Küchen verführen lassen.
Diverse Händler wurden zum Erwerb von Souvenirs angesteuert. Besonders positiv ist der Händler in Andorra aufgefallen (schöne Auswahl, gute Preise, supernette Leute), besonders negativ ist der Händler in Biarritz aufgefallen (der einem ganzen Kunden-Tross die Tür vor der Nase zugeschlagen hat: „wegen Reichtum geschlossen“).
Wir haben das Jakarta Chapter am Weg getroffen, sind im Lokal eines über unseren Besuch höchst erfreuten Members des Cote Basque Chapters France eingekehrt und haben eine Weile die Straße mit dem Rhone-Valley Chapter geteilt.
Das Auge wurde angezogen von Platanen-Alleen, Wein-Ebenen und bauschigen, sattgrünen Kornfeldern, knallroten Mohnfeldern, Bougainvillea in pink, rot und lila, von Palmen und Pinien, die auch die Nase streichelten, ebenso wie Lindenblüten, Lilien und Jasmin, sowie Heublumen, vom Duft des Meeres und der Wälder mal ganz abgesehen. Wir kamen an Kühen, Pferden, Ziegen, Gänsen und Schafen (mit dazugehöriger original Schäferin) vorbei, ebenso wie an Füchsen, Wachhunden und Schmusekatzen im Feld, riesigen Möwen, Fasanen, die plötzlich die Straße überquerten, extrem vielen Falken und sogar Adlern, die auf einer Hochalm unterhalb unseres Weges jagten.
Die Reise-WhatsApp-Gruppe war unsere Info-Drehscheibe, wo nicht nur witzige Fotos und geniale, sofort zusammen gestellte Filmchen geteilt wurden, sondern über die auch die Organisation aller Mitreisenden perfekt geklappt hat .. über Infos wann und wo der nächste Programmpunkt ist, sowie Hinweise zum jeweiligen Aufenthaltsort bis hin zu den genialen, täglich aktualisierten Roadbooks von Step. „Chapeau“ vor diesem Talent diese Puzzlesteine mit Strecken, Hotels, Sightseeing-Stopps und kulinarischen Highlights zeitlich so zusammenzusetzen, dass für den Tross nur noch „Einsteigen und Mitfahren“ zu tun ist und
eine wunderbare Reise entsteht, die mit jedem Tag die Gruppe zusammenwachsen lassen hat.
Ein großes Dankeschön an unseren Roadcaptain und Organisator Step für eine unvergessliche Reise!
und zu guter Letzt sollen die persönlichen Highlights nicht unerwähnt bleiben:
RC TS: Nicht immer weiß der RC, ob sie ihm folgen, manchmal improvisiert er; diese Truppe war bereit die Step Straßen zu fahren; so mein ungeteilter Respekt; Jahre lang fuhr ich alleine, aber mit dem HOG Wien Chapter erlebe ich neue, ungeahnte Touren, die ich euch als Activity gerne zur Verfügung stelle; Highlight: Leucate mit Austern Verkostung.
DK: 1, 2, 3 ... es war alles wunderbar - gerne wieder
ML: Für mich war die Landschaft und die Kurven der Pyrenäen sehr schön. Auch die Sightseeingtouren waren eine gelungene Abwechslung während der Tour.
BP: Termes in Frankreich - ein im Dornröschenschlaf liegendes Dorf unterhalb einer Ruine (ich war dort mal das Burgfräulein).
TH: Ein absolutes Highligt war die Fahrt übers Hahntennjoch; Wir dachten, es bleibt trocken, aber dann schüttete es doch.
KE: Beginnend von Streckenführung, Pässen und landesspezifischen Besonderheiten, die von unserem RC mit viel Aufwand und toll zusammengestellt wurden, bis zu kulinarischen Spezialitäten, die ich durch Hilfestellung von den Teilnehmen in den jeweils regionalen Regionen genießen konnte.
S+TSt: "Somewhere im Nowhere", ein kleiner Pfad hoch in den Bergen, auf der Höhe von Adlern, links gehts Meter weit bergab, vor uns führt die Straße ins Nichts, alles ist in frische Grüntöne getaucht. Auch wenn die Höhenangst angeschlagen hat, das Wetter nicht auf unserer Seite war, .... die Landschaft, das Erlebnis hier allein in den Bergen mit unseren Harleys unterwegs zu sein, war unbeschreiblich schön und einzigartig. Auch die vielen lukulischen Genüsse auf der gesamten Reise waren Highlights. Phänomenale Speisen/Menüs in kleinen Beiseln, Landgasthöfen oder kleinen Buden am Meer, die jeden Hedoniker begeistern.
RM: Stellt Euch ein Feuer aus glühendem Eis vor, das zitternd brennt, das der Schmerz vor Freude aufflackern läßt und das die Heilung seiner Wunden fürchtet wie den Tod. So steht es um mich, wenn ich an den Long Ride zurück denke! (in Anlehnung an Cyrano de Bergerac)
WM: Monaco - mit der Fahrt mit Blick aufs Meer; die Stadtführung in Bordeaux; das Hügelland rund um St. Etienne; die vielen kleinen Kaffee-Pausen-Orte
GM: Die Strecke durch die Pyrenäen war sehr anspruchsvoll, was durch Regen, Nebel und Graupelschauer noch verstärkt wurde. Insbesondere die Fahrt von Labuerda nach Pamplona ist mein absolutes Highlight. Wir hatten hier eine Passfahrt bei schönstem Wetter, mit Dokumentation auf der Passhöhe durch Google Maps. Aufgrund der Sperre der Passstraße in Frankreich mussten wir einen großen Umweg hinnehmen, der keinen der Mitfahrer/innen störte und die große Gruppenzusammengehörigkeit zeigte. Zum Mittagessen fanden wir einen Gasthof, der eigentlich bereits geschlossen hatte. Die große Gastfreundlichkeit bei den
Gasthöfen und vielen Cafés und Gaststätten, die wir besuchten, wurde an diesem Tag exemplarisch durch den Landgasthof sichtbar. Die Fahrt über die N-135 durch grüne Täler und schmale kurvenreiche Straßen war großartig – nicht nur bei Sonnenschein, sondern selbst als der Hochnebel die Fahrt auf der sehr schmalen ungesicherten Strecke gefährlicher machte.
Jeder vertraute dem Vorausfahrenden fast unbeschränkt – ähnlich hatten wir es bereits in Andorra erlebt. Bloß in diesem Falle war zur Linken ein steiler Abgrund und es hätte jederzeit eine Kuh, ein Pferd oder sonstiges Tier auf der Strecke sein können. Wir fühlten uns frei, da wir von einem Adler (oder einem ähnlichen Großvogel) begleitet wurden, der unterhalb unserer Strecke durch das Tal seine Kreise zog. Zum Abschluss wurde dieser großartige Tag – wie immer – gemeinsam gefeiert.
GMSt: Mit einer Meeresbrise in der Nase von Möwen begleitet an der Küste entlanggleiten um sich beim nächsten Ort Austern zu gönnen: magnifique!
Grundtenor aller: die tolle Harmonie, die Gemeinschaft und der Zusammenhalt der Gruppe, gemeinsam die Strapazen und Widrigkeiten (die Tour war herausfordernd, erfahrungsreich, genussvoll und landschaftlich wunderschön) gemeistert zu haben, und eine Ehre miteinander geritten zu sein.
Text: Gerda MSt
Fotos: Michi L, Sandra St, Karl E. und alle anderen auch ...