Unser Activity Step hatte die Idee, der Grenze Tschechiens entlang, das Nachbarland per Bike zu erobern. Er hat diese Idee – wie könnte es anders sein – perfekt umgesetzt.
Die Perfektion ging so weit, dass das Gewitter am ersten Tag ganz gemütlich und entspannt in einem Restaurant mit (alkoholfreiem) tschechischem Bier und guter Küche abgewettert wurde – Danke für dieses Timing.
Herzlich willkommen geheißen wurden wir am Abend von der Pension „Maria“, wo wir nach den Strapazen des ersten Tages, der uns viel Verkehr und leider auch einige Staus bescherte, übernachteten.
Bei trockenem Wetter und hoch motiviert setzten wir am Tag 2 unsere Tour fort. Weiter ging es Richtung Polen. Unser Präsident kündigte bei der allmorgendlichen Fahrerbesprechung die nächste Strecke als die Reise von Maria zu Josef an; ebendort
Auch in Polen freute man sich über uns und die Grillerei mit polnischen Schmankerl (gegrillte Blutwurst in Folie) klang in launiger Lagerfeueratmosphäre aus.
Unser Director, das Ohr immer bei seinen Members, nahm eine Anregung von Bernhard an diesem Abend auf und entwickelte die kürzlich eingeführte neue Fahrordnung, die Gemütlichen am Ende des Trosses und die Flotteren vorne, weiter. Chili stellte sich als zweiter RC zur Verfügung und führte von nun an die gemütliche Truppe im hinteren Teil des Trosses an. Mit dieser neuen „Aufstellung“ fühlten sich die gemütlicheren Members noch besser aufgehoben als vorher und am Ende waren schließlich alle happy, auch die Flotteren. Wir werden diese Variante daher für alle zukünftige Ausfahrten beibehalten. In dieser Beziehung daher eine historische Ausfahrt ?
Sonnenschein erwartete uns am Morgen. Am Weg nach Marienbad ging es über eine traumhafte Strecke zu einer kleinen Alm, wo wir uns laben und die lästigen Baustellenabschnitte davor mit ihren gefühlten 50 Grad rasch vergessen konnten. In Marienbad in kaiserlicher Atmosphäre gab es die Vereinigung mit der Nachhut (Andreas, Dani und Gerda).
Abends motivierte Christina zu inniger Knutscherei, was sie auch gleich fotografisch festhielt und informierte darüber, dass in Krumlau – der nächsten Station – gepoltert werde. Sie hatte kurz zuvor Herbert gefragt, ob er sie nach 28 Jahren heiraten wolle und er hatte hocherfreut JA gesagt.
Krumlau war ganz wunderbar. Gut, dass wir zwei Tage in dieser historischen Stadt, die schon Schiele begeisterte, Aufenthalt hatten. Wir konnten daher am ersten Abend ganz entspannt und mit dem einen und anderen Drink intus mit dem Liebespaar poltern.
Einige ließen es sich nicht nehmen und stiegen am Pausentag doch aufs Bike und fuhren, geführt von unserem Headroad-Captain Peter, zum Baden an einen See. Der Rest des Chapters bummelte in Krumlau herum und frönte der Kultur. Einerseits wurde die Burg besichtig und anderseits hat man sich dem tschechischen Bier, in den zahlreichen Schanigärten entlang der Moldau, hingegeben. Das Wetter lies die Sonne für uns scheinen und es war Urlaubsfeeling pur.
Die Ausfahrt forderte einige technische Opfer: Step riss das Kupplungsseil und Eva brach kurz nach Abfahrt aus Krumlau die Schraube des Schaltgestänges. Auch für diese Probleme fanden sich mit Hilfe von Gaby und Chili, bzw Peter und unserem Präsidenten Lösungen und so kamen schlussendlich alle wohlbehalten im AR an. Dani leider durch eine Lebensmittelvergiftung ziemlich angeschlagen. Glücklicherweise und gut versorgt ging es ihr wenige Tage später wieder sehr gut.
Insgesamt wurden 1860 Kilometer gefahren. Es gab viele herrliche Momente, die Eva und Reinhard Rengshausen in einem Video liebevoll festgehalten haben. Danke euch dafür!