20.-22.09.2024 -In Anbetracht der Tatsache, dass davor und danach kübelweise das Wasser aus dem Himmel fiel, war das Wetter einfach nur ein Traum. Es wurde auf dieser Fresstour offensichtlich von allen Membern immer brav aufgegessen.
Über die Schönheit der österreichischen Toscana braucht man auch nicht lobzuhudeln. Sie war noch immer sattgrün und vom Herbstbeginn war noch nichts zu bemerken.
Für die über 40 Harleys, die aus beiden Chaptern mitkamen, dachte sich Stefan die Schnörkelwege aus, auf denen er uns dann als Roadcaptain sehr kreativ entlangführte. Der doch beträchtliche Tross wurde wieder in eine „Espresso“- und eine „Cappuccino“-Gruppe unterteilt. Um das Aufmerksamkeitslevel hochzuhalten, wurde auch doppeltes Umkehren und Trossfahren ohne Safeties eingebaut, um im Nachgang zu prüfen, wem es aufgefallen ist. Der Roadcaptain Heinz der „Cappuccino“-Gruppe fand sogar den Eintritt in ein Wurmloch und schaffte es so unbemerkt die „Espresso“-Gruppe zu überholen und vor der „schnellen“ Gruppe beim ersten Futter-Stopp am Semmering anzukommen… was sowohl Verwunderung aber auch Erheiterung bei seinen Followern auslöste. Es folgte ein straffes Mittagsmahl auf der Terrasse des unterkühlten Zauberbergs und schon schmiss man sich auf die Sättel, um sich weitere Kurven in Richtung Graz zu geben. Beim Eintreffen im Hotel wurden wir schon vom Styria Chapter erwartet und wärmstens willkommen geheißen. Nach einer kleinen Erholungspause wurden die organisierten Taxis mit Bikern befüllt und die Gesellschaft zum Clocktower verfrachtet, wo die 3 anwesenden Chapter (Styria Chapter, Wien Chapter, Barrow Creek Chapter), nach geschwungenen Reden von Peter und Ferdi (den Directors) und geschmissenen Runden gemeinsam einen genüsslichen Abend verbrachten, der dann bis nach Mitternacht noch im Hotel ausklang.
Am Samstag wurden wir in der Früh vom Styria Chapter abgeholt und deren Roadcaptain Hannes übernahm die Spitze des Zuges. Er führte uns eine fantastisch schöne Tour zum Buschenschank Rack mitten in den Weinbergen, wo wir mit einem steirische Brettljausen Buffet und regionalen Traubn- und Opflsäftn verwöhnt wurden, worauf noch warme Buchtln folgten. In der Pause war auch ein Mittagsschlafi mit einberechnet und so war genug Zeit für ein Gruppenfoto unter dem Klapotetz (dem Ratschenwindrad). Noch immer von der Jausn schwer schnaufenden hievten sich die Biker wieder auf ihre Maschinen und man rollte zum Arnold Schwarzenegger Museum, wo wir den gesamten Parkplatz okkupierten und uns schon Hr. Urdl erwartete um ein paar Anekdoten über Arni zum Besten zu geben… und uns dann auf Fotosafari durch Arnis Elternhaus losließ. Wieder zurück im Hotel wurden die heißen Schnuckis abgestellt und wir machten uns per pedes auf den Weg zur nächsten genialen Eventstätte: Iggis ´Cafe – Pub, wo eine Kistnsau auf uns warten sollte. Die Biker-Spelunke fiel schon optisch durch das authentische Design einer abgelebten Fernfahrer-Kneipe auf, deren lange Heurigentische, die wohl 40 Personen beherbergen könnten, bereits zu einem Drittel besetzt waren. Fragezeichen über den 60 Köpfen der Neuankömmlinge. Aus der Koje, wo gerade ein Darts-Tournier stattfand, strömten Nikotinwolken, mit denen man locker die Schlaglöcher vor dem Lokal hätte zuteeren können, was bewirkte, dass sich nach und nach alle vor dem Lokal sammelten um nach Luft zu schnappen. Es wurde dann beschlossen zum Hotel zurückzukehren und dort die Almhütte zu besetzen (weil im Hotel eigentlich gerade ein Polterabend und eine Hochzeit gefeiert wurden). Das wertvolle Speisengut wurde auch dorthin übersiedelt und plötzlich waren ob des Personalmangels Biker hinter der Schank, in der Küche und beim Servieren eingesetzt … ein inkognito-team-building vom Feinsten … es schweißt die Gruppe zusammen und hebt die Stimmung bis weit nach wer weiß schon wann.
Am Sonntag kamen Christian, Britta und „Mitch“ vom Styria Chapter zum Verabschieden und brachten auch noch Abschiedsschoki für den Weg mit. Ganz besonders hervorgehoben wurde, wie toll die Trossorganisation bei uns funktioniert, wie beeindruckend die Safeties ihre Schäfchen behütet haben und wie reibungslos die beiden Trosse durch die Routen geflutscht sind. Die Tour zum Treffpunkt mit der Dealer-Tagesausfahrt war eher gemütlich-direkt angelegt. Nachdem aber keine Wurmlöcher mehr zur Verfügung standen, hat Roadcaptain Stefan seine Herde noch einmal vom rechten Weg abgebracht und somit der Cappuccino-Gruppe die Vorfahrt gelassen. Am Semmering trafen dann das WCA, das BCC und die Dealer-Runde zusammen und schunkelten sich geschlossen bis zum American Restaurant, wo zusammen bei viel Geschnatter ein später Lunch eingenommen wurde.
Das Beste kam tatsächlich zum Schluss … diese Ausfahrt wurde allgemein als die genialste seit Langem bezeichnet – vor allem wurde der tolle Zusammenhalt oft erwähnt … die Stimmung war ausgelassen … das Gesamtpaket von Wetter, Gegend, Touren und natürlich den Leuten war ein würdiger Saisonabschluss.
Der Dank geht dafür einfach an alle: die Orga der Activities im Vorfeld, die Ausführenden, von Safeties, Fotographern bishin zu spontanen Gastro-helping-hands, und zwar aus 3 Chaptern, und an alle, die zur tollen Stimmung beigetragen haben.
Text: Gerda (Historian)