10.-14.07.2024 - Mittwoch: Vorerst muss erwähnt werden, dass eine tiefenentspannte Gruppe schon am Dienstag vorgefahren ist, um es sich in Bad Radkersburg gemütlich zu machen und am Mittwoch schon von der Poleposition aus die weitere Reise anzutreten.
Die motivierte Gruppe, die urlaubstage-schonender unterwegs war, hatte schon um 7:30 Uhr für die Nordgruppe den Treffpunkt bei der Eni Brunn/Geb, die sich dann bis 8:30 zum Treffpunkt in Wr.Neustadt durchschlug, um gemeinsam mit der Südgruppe und RC Jose, um schnell weiterzukommen erstmal auf der Autobahn, in Richtung Süden aufzubrechen. Kaum waren wir runter von der Autobahn, belohnte uns die Südsteiermark mit Blumen verzierten Dörfern und Kukuruz-Wäldern, die mit schmalen, kurvigen Straßen durchgezogen waren. Dann kam auch schon die slowenische Grenze und Maribor wurde durchquert, wobei ein kleiner Tankstopp eingelegt wurde. Die Tankstelle wurde allerdings eiligst wieder verlassen, nachdem eine LOH den einzigen WC-Schlüssel verbummelt und somit weitere Toilette-Aktivitäten vereitelt hatte. Der Affenhitze geschuldet war der Entschluss Slowenien doch ein wenig mit Autobahn zu verkürzen, nicht ohne trotzdem den mittäglichen Toast im vorgesehenen Pausenstopp zu uns zu nehmen. In heiterer Stimmung weigerten sich alle trotz der Gewitterwarnung und der schwarzen Wolken am Himmel eine Saunahaut anzulegen, selbst als das erste Wasser vom Himmel herausfiel. Nur Donner und Blitz wurde in zwei Bushäuschen zusammengekuschelt abgewartet, wobei auch da teilweise der Regen im freien Fall genossen wurde … es war halt wirklich hot, hot, hot … Taschen und Sitze wurden geschützt und nach dem Schlimmsten noch im Regen die Weiterfahrt angetreten. Leider blieb der freie Fall auch weiterhin das Motto, denn eine LOH praktizierte diesen bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr nur 50 km vor dem Ziel. Als wäre es vorbesprochen bemühten sich Medical und Psychosupport um die verletzte LOH, während 3 Member den Verkehr regelten und sich die Herren um das Moped kümmerten. Die erste Gruppe war schon im Hotel angekommen und so wurden 2 Helfer zum Moped holen an den Ort des Geschehens gelotst, während die verletzte LOH auf einen Sozius und ihr Gepäck bei anderen LOHs verstaut wurde, sodass mit etwas Verspätung die gesamte Gesellschaft im Heritage Hotel Imperial in Opatija ankam. Nach diesem Schreck sind dann alle über das ausgiebige Buffet im Hotel hergefallen und haben es sich in Urlaubsstimmung gut gehen lassen. Anschließend wurde die Hotelterrasse belegt und gequatscht, bis sich eine Cocktail-Gruppe Richtung Strandpromenade aufmachte, um die Cocktail Bars zu inspizieren … die Letzten sind dann wohl um 2:00 Uhr in der Früh wieder zum Hotel zurückgekehrt, wie man sich erzählt.
Donnerstag: Ein phänomenales Frühstücksbuffet erwartete uns, das von Klassikern bis zu lokalen Schmankerln keine Wünsche offen ließ. Nachdem der Tag zur freien Verfügung bestimmt war, wurde z.B. erst einmal das wunderschöne Kaffeehaus gegenüber dem Hotel mit seinen Terrassen rund um „die Opatijarin“ angesteuert, ebenso wie die kleinen Gschäftln oder die Standeln auf der Strandpromenade. Ob der Hitze wurde von privaten Ausfahrten Abstand genommen und lieber der Privatstrand angesteuert, der über ein Strandcafe verfügte, dessen Lachsbagle lobend erwähnt werden muss. Herrlicher Müßiggang mit Schwimmen im kristallklaren Meer und Ausruhen auf den Liegen unter Sonnenschirmen, eine Brise Meeresduft in der Nase und einem guten Buch in der Hand … oder wahlweise einem Cocktail. Am Abend wieder „the same procedure“ … es wurden Opatijas Lokale angesteuert und herrlicher Fisch vernascht.
Freitag: RC Benda hat sich eine nette Tour über das Landesinnere von Istrien zum Limski Fjord ausgedacht, die wegen der zu erwartenden Hitze ein bisschen gekürzt wurde, damit sich auch noch der Sprung ins Meer danach ausgeht. Kurz vor dem Limski Fjord sammelten wir uns alle auf einem Parkplatz auf dem ein paar Buden mit typischen lokalen Produkten wohlfeil geboten wurden … Lavendel, Trüffel, Honig, Brände … es war eine Freude! Einmal Abbiegen weiter warteten dann Erfrischungen im Schatten auf uns. Nach einer kurzen Rast wurde der Tross wieder in 2 Gruppen Richtung Meer auf der romantischen Magistrale zum Hotel geführt, wo wir bei 37 Grad im Schatten ein Rettungsbierchen genossen und so schnell wie möglich den Strand aufsuchten. Plantschen war wieder angesagt. Vor dem Abendessen versammelten sich alle zum großen Gruppenfoto, um sich danach wieder kulinarischen Genüssen hinzugeben und den Sternenhimmel zu genießen.
Samstag: Die traurige Nachricht vom Freitag war, dass das Pleter Chapter die gemeinsame Ausfahrt wegen eines Unfalls verschieben musste. Die gute Nachricht aber war, dass Jose in Windeseile eine kleine Ausfahrt zusammengestellt hat, die er als RC auch anführte. Sechzehn fahrwütige Schäfchen schlossen sich ihm an und wurden über eine großartige Kurvenstrecke dankenswerterweise oft durch Wälder aber auch Dörfer zu der einen oder anderen Labungsstation geführt. Das Highlight war sicher das Einhorn, das tiefenentspannt in einer hohlen Gasse auf uns wartete und sich völlig unbeeindruckt keinen Zentimeter bewegte, als die donnernden Maschinen an ihm vorbeituckerten. Stimmt schon, es war mörderheiß, und eventuell stand da nur ein Schimmel, aber wünschen durften wir uns trotzdem etwas. Es war aber immer noch kühler als in Opatija, weil die Tour um Delnice herumführte, das auf 700 m Seehöhe liegt und wo ein angenehmes Lüftchen wehte. Bei einem letzten Hüfte-Ausstreck-Stopp wurde auch noch eine erfrischende Runde Melone spendiert. Der Rückweg führte wieder am Meer entlang, begleitet vom Duft von Zypressen und Pinien. Im Hotel zurück wurde nach dem schon traditionellen Ankunftsbierchen die Kluft gegen Strandoutfit getauscht und es war noch genügend Zeit, um am Privatstrand ins Meer zu hüpfen. Vor dem Abendessen wurde in der Lobby noch Resümee über diesen genialen Urlaub gezogen und dann wurde wieder in Gruppen in den umliegenden Restaurants geschlemmt und Cocktails geschlürft.
Sonntag: Schon um 8:30 Uhr war die Abreise geplant, die wir in neuer Formation pünktlich angetreten sind, um vom Heimreiseverkehr überrascht gleich wieder getrennt zu werden. Auch das zusammen Warten an der nächsten Tankstelle war ein wenig durchwachsen und so wurde wieder in zwei Gruppen gefahren, die vom RC Benda und vom RC Jose geführt wurden. Die stressless-Gruppe von Benda kam genau im Zeitplan nach einer tollen Abschlusstour über hügelige, schunkelige Landstraßen in Ilz an, wo schon Mathias aus der Racer-Gruppe auf seine Holde aus der Cruiser-Gruppe wartete. Die noch Anwesenden verabschiedeten sich voneinander und alle rauschten das letzte Stück über die Autobahn nach Hause.
Diese Sommerausfahrt hat alles vereint: Sommer, Sonne, Urlaub, Strand, Touren, Zusammenhalt, gute Laune, Entspannung, Sternenhimmel, Genuss, Party …. so soll das sein!
Der Dank geht an alle, die aktiv zum Gelingen beigetragen haben - von Organisation, medizinischer Hilfe, Trossbetreuung (RCs und Safeties), Pannenhilfe, Fotos, etc. – als auch diejenigen, die mit ihrer Anwesenheit gute Stimmung verbreitet haben.
Text: Gerda (Historian)