01.-04.05.2024 – Obwohl der erste Tag mit strahlendem Sonnenschein begann, war der Himmel doch grau verhangen als sich 42 Member des Wien Chapters beim Treffpunkt American Restaurant einfanden, wo ausführlich die neuen Regeln zum Trossfahren erläutert wurden.
Nachdem die Startausfahrt mit einer Mission für die Harley Davidson Charity Tour begann, wurde der Tross von unserem frischgebackenen Roadcaptain Eidi über Autobahn und Landstraßen nach Steyr geleitet, wo das erste Event mit Spenden-Scheck-Übergabe stattfand.
Außerdem wurden vom Merchandise-Hänger aus die ersten diesjährigen HDCT-T-Shirts fleißig in Spenden umgewandelt.
Die Sonne hatte sich bis dahin auch durchgekämpft und so wurde die Hitze mit Eis und diversen Kaltgetränken gelindert. Dann reihte sich der Tross zur Parade nach Bad Hall ein, wo mit hunderten anderen bunt gemischten Bikern den Schaulustigen, die den Straßenrand säumten, die aber auch auf Brücken Stellung bezogen hatten oder aus Häusern heraushingen, zugewunken wurde. Auch in Bad Hall fand ein HDCT-Event statt, begleitet von Musik, Verpflegung und mit Scheckübergabe. Dann sammelte sich der verstreute Tross wieder an einer Tankstelle und es ging über langgezogene kurvige Straßen an sattgrünen Wiesen und ein paar Wäldern vorbei, die würzige Landluft in der Nase, und zum Schluss noch mit ein paar Kurverln belohnt, zur Burg Plankenstein.
Nach so einem langen Tag im Sattel war das Auffinden der Kemenate in voller Montur, bepackt wie ein Esel, treppauf, treppab, über verwinkelte Gänge und Wendeltreppen, über verschiedene Trakte und Ebenen, eine kleine Herausforderung. Dafür konnte man schon da das Burgflair aufnehmen, mit vielen Tonfiguren, deren Augen einen verfolgen, im Boden eingeschlossenen
Skeletten, einem Bären mitten im Gang, alten Möbeln und knarrenden Dielen, vielen Türstöcken für Kleinwüchsige, Keramikfensterbrettern, und Löwen- und Drachenköpfen, die einen Hinweis auf die Zimmernummer verrieten.
Nach einem Regenerations-Seidel in Innenhof ging es dann in die Hauskapelle zum pilzigen Abendmahl … nicht ohne, dass unser Activity Jose die Kanzel bestieg um das Fußvolk über die nähere Zukunft, sprich die Pläne für den nächsten Tag, in Kenntnis zu setzen. Abgerundet wurde der Abend von einem fantastischen Abendrot.
Obwohl für den 2. Tag von Wolken bis Regen nichts Gutes verheißen war, erwartete uns ein strahlend schöner Tag und der Tross bewegte sich zum Kraftwerk Ybbs Persenbeug, wo wir in zwei Gruppen informativ und unterhaltsam durch die Energieerzeugungsstätte geschleust wurden und allerlei Energiefragen beantwortet bekamen. Gefolgt wurde das Infotainment von der Abspeisung aller Beteiligten einen Katzensprung entfernt im Babenbergerhof mit wunderbaren Gerichten. Darauf folgte eine absolut geniale Glückshormonbritzelstrecke, durch die uns unser Roadcaptain Eidi zügig über tolle Kurven hinter sich herzog, die allgemeines Lob und Jubel bei der Ankunft auf der Burg auslöste.
Nach dem abendlichen Buffet folgte eine Party im Burghof mit Livemusik von Jeremy und Katharina, auf der ausgiebig getanzt und gesungen wurde.
Der 3. Tag war ein wunderschöner Novembertag, dessen Nebel aus dem Wald recht frisch herausdampfte, sodass erstmal gemütlich gefrühstückt wurde, und dann der am Vortag bestellte Bus bestiegen wurde, dessen Chauffeurin die heitere Kutten-Gesellschaft gemütlich zum Fliegerhorst Langenlebarn kutschierte. Wir durften dem Bundesheer beim Zerlegen verschiedener Flugobjekte über die Schulter schauen und die Örtlichkeiten bewandern. Dann wurden wir zum Mittagsbuffet geladen, das eindeutig besser als der Ruf der Militärverpflegung war.
Spätestens auf der Rückfahrt waren dann alle froh im gemütlichen Schunkelbus eine Mittagsruhe einlegen zu können, während der Novemberregen an die Scheiben prasselte. Gerüchteweise soll das Regengeprassel von leichten Schnarchgeräuschen unterlegt gewesen sein.
Das Abendbuffet hatte sich noch einmal gesteigert und es wurden auch diverse Predigten von der Kanzel geschwungen, wieder gefolgt von Livemusik, doch wegen des Regens diesmal in der Burgkapelle.
Der Heimreisetag startete zwar noch feucht bewölkt, aber schon bald lachte uns die Sonne und der durch Krankheit, Reiseverlängerung, Verpflichtungen und Sonstigem etwas reduzierte Tross fuhr bald in den Sonnenschein eine geniale Heimkehr-Tour. Dabei wurde auch der Kirchenwirt bei Schottwien mit seinen Riesenkrapfen besucht.
Zu guter Letzt kam der Tross wieder beim American Restaurant an und man ließ die Highlights noch einmal bei Speis und Trank Revue passieren.
Vielen Dank an Eidi für die tollen Strecken, die Activities für das kurzweilige Programm, die Safeties für das sichere Geleit und alle spontanen Fotografer, sowie natürlich alle, die dabei waren und die Startausfahrt mit ihrer guten Laune zu einem tollen Event gemacht haben.
Text: Gerda (Historian)
Fotos: WCA member