13.8.25 – Tag 1 der Tour – ein guter Start - begann fast schon traditionell mit einem Frühstück bei der Firma Siblik, das diesmal im Schatten auf uns wartete. Nach der Scheckübergabe ging es im Konvoi über die jungfräuliche Tangente zum Huma11. Mit im Tross Promis wie Albert Fortell, Stefan Koubek und Adi Bittermann, die alle die gesamte Tour mitmachten. Beim Huma11 wartete schon „der Hänger“ und die fleißigen Mädels brachten T-Shirts, Tiger und sonstiges Merchandising unter das Volk. Es gab hier die erste Scheckübergabe und dann spielte Laura Heily auf. Nach einem Zwischenstopp in Korneuburg bei SKL Automobile ging es nach Rotenturm, wo die annähernd 200 heißen Eisen in Reih und Glied auf der grünen Wiese aufgestellt wurden und die Biker während der Spenden-Show mit Speck mit Ei oder italienischem Eis verköstigt wurden. Das große Finale des 1. Tages fand in Bad Radkersburg statt, wo der Tross am Hauptplatz begeistert empfangen wurde. Auf der Bühne sorgte Smashtime für Unterhaltung, für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt und es herrschte Partystimmung. Das neue „Kofferkind“ Martina bestand ihre Feuerprobe, indem sie einen über Nacht verwaisten Koffer in der Früh rasch persönlich nachlieferte, und alles war wieder gut.
14.8.25 – Tag 2 der Tour – neue Destinationen - begrüßte uns mit strahlendem Wetter. Wir sind durch die steirischen Weinberge auf einer genialen Strecke über die Soboth nach Lavamünd gezogen, wo wir nicht nur mit einem „Harley-Teller“, Eiscreme und reichlich Getränken, sondern auch mit einer Badegelegenheit verwöhnt wurden. Die Three Monkeys steuerten vor der Spendenübergabe die Musik bei. Und dann ging es schon weiter. Ein kleiner Umfaller passierte leider aufgrund von 2 übermotivierten Holztransportern im Gegenverkehr. Das hatte aber außer der fortan erhöhten Aufmerksamkeit aller Biker keine weiteren Folgen. Die Straßen waren relativ ruhig, aber die wenigen Zuschauer winkten begeistert... bis auf einen einzigen grantigen Zaungast älteren Semesters, der mit wildem Gestikulieren versuchte, die Welt zu retten. Das tat aber dem Fahrgefühl auf der himmlischen Strecke keinen Abbruch, wo das Auge vom satten Dunkelgrün der Nadelwälder gestreichelt wurde und so kamen alle bestens gelaunt in St. Veit a.d. Glan an und schwärmten in die Lokale aus um eine Erfrischung zu ergattern, weil „es woa haass“. Dabei gab es nicht nur Spendenschecks, sondern auch Unterhaltung von der Westbahnhof Combo. Als es weiterging, wurde es zwar angenehm kühler, aber wir fuhren einem schwarzen Himmel entgegen, aus dem es auch blitzte. Genialer planen könnte man es nicht, denn wir haben den nächsten Tankstopp trocken erreicht. Der Regen wartete brav, bis wir in der Regenkluft die Tankstelle verließen. Die nächste Station war schon Schladming, wo die Bikes neben der Bühne beim Foodcourt Aufstellung bezogen. Es wurden erst die Zimmerschlüssel vom Hänger geholt, dann etwas Feines gegessen und dann wurde die Party mit Harry Prünster und Alex Marath genossen. Es wurde wieder eine Reisetasche vermisst, allerdings eher wegen „Tomaten auf den Augen“, da richtig geliefert … wahrscheinlich war sie kurz unter einem Tarnmäntelchen.
15.8.25 – Tag 3 - der Feiertag
Beim Sammeln in der Früh vor der Planei lachte uns schon wieder die Sonne an. Leider kamen wir kurz nach der Abfahrt bei unserem Hängergespann vorbei, das mit einem Achsbruch liegenblieb, dazu später mehr, denn für uns ging es Richtung Mittersill. Es warteten Talsohlen mit sich schlängelnden Straßen, auf denen man sowohl nach vorne als auch nach hinten ewig nur Motorräder sehen konnte. Es war beeindruckend! Ebenso wie Felswände, die immer näher rückten, oder Bergkuppen, von denen aus man weit ins Land hineinblicken konnte. In Mittersil wurden wir zu einem großen Parkplatz geführt, von dem aus alle per pedes auf den Hauptplatz schlenderten, wo ein Foodfestival mit Foodtrucks, Barristawagen, Lokalen, Essen, Trinken etc. schon auf uns warteten. Die Scheck-Revue wurde mittels Lautsprecher im ganzen Ort übertragen. Daraufhin ging es durch den Felbertauerntunnel. Dank der perfekten Organisation flutschten die ca. 170 Bikes einfach hinein. Es war fast so, als ob der Tross eine lange Schlange wäre, die sich nicht bewegt, dafür aber der Tunnel an einem vorbeigezogen wird, denn alle Biker fuhren so konstant, dass sich die Harleys zueinander nicht zu bewegen schienen. Es folgte der traditionelle Stopp in Lienz. Ob des Feiertages waren zwar alle Geschäfte geschlossen, aber die Lokale und Cafes waren zu unserer Rettung nebst den Standeln geöffnet und einer Eiskaffee-Pause stand nichts im Weg. Nicht nur Harry Prünster gab auf der Bühne wieder alles, sondern auch Kyera mit Band begeisterte Fahrer und Besucher. Trotzdem musste der Tross weiterziehen zum nächsten Higlight der Tour: dem Großglockner. Gegen Osten blickend konnte man dunkle Wolkenmassen beobachten, aber optimistisch zogen wir ohne Regengewand los. Und tatsächlich, bis auf ein paar Spritzer nach Lienz schafften wir eine trockene Überquerung des Großglockners mit einer entspannten Gebirgsstraßenfahrt voller toller Bilder für die Erinnerung. Unsere Safeties machen ja immer einen tollen Job, aber auf dieser engen, gewundenen Straße den Weg freizuräumen und alles, was kein Motorrad ist aus dem Tross herauszuhalten war schon eine besondere Leistung. Chapeau! Die letzte Destination des Tages war Maria Alm, ein kleiner verträumter Ort, möchte man meinen. Doch es wurde uns ein phänomenaler Empfang beim Einreiten bereitet. Die Band Rockytop spielte auf, es wurde ein Linedance vorgeführt. Harry moderierte nicht nur die Scheckübergabe, sondern veranstaltete auch eine Versteigerung. Die Foodtrucks und die örtlichen Lokale warteten mit Köstlichkeiten auf und die Stimmung war sowohl bei den Gästen, den Mitfahrern und besonders unter den Fahrern einfach genial. Und um den roten Kofferfaden nicht zu verlieren: diesmal wurde ein Rucksack vermisst (wie das halt so ist, wenn man nicht dort schläft wo man bucht). Und dann müssen auch die Mädels vom Hänger vor den Vorhang geholt werden: denn in einer Wahnsinnsaktion sind diese nach Wien gefahren, um den intakten Hänger zu holen und haben in der Nacht „die Ware verschoben“ – sprich, die Merchandising-Produkte umgeschlichtet, sodass für den nächsten Tag wieder alles bereit war: was für ein Engagement! Bravo!
16.8.25 – Tag 4 – die Abschlussparty
Die Reise führte uns, begleitet von der lachenden Sonne, durch das wunderbare Bergpanorama des Hochkönigs nach Attnang-Puchheim, wo uns schon ein paar Vespen erwarteten. Harry unterhielt uns mit den Scheckübergaben, und Black Belt Desaster spielten auf, während Snacks und Eis (ich sag nur Lavendeleis vom Italiener!) für Stärkung sorgten. Das große Leberkässemmel-Vernichten war aber für Obernberg reserviert, wo wir als nächstes auftauchten und sich ein weiterer großer Haufen Vespen dazugesellte. DJ Phantomas sorgte für die Beats bis sich der recht große Tross in Bewegung setzte um sich in Ried noch mit weiteren Vespen zu treffen und – wie es schon Tradition ist – gemeinsam im Zentrum von Ried anzukommen, wo schon eine riesige Zuschauermenge wartete und den Weg säumte. Bei Grillhendl, allerlei Feuchtfröhlichem und Süßem war Volksfeststimmung. Die große Spenden-Show auf der Bühne wurde wieder von Harry Prünster moderiert. Und ein guter, alter Bekannter – unser Plus – spielte fast den ganzen Abend für uns. Alle waren gut drauf, so gut, dass es sogar noch eine extra Versteigerung von Harry und ein Duett von ihm mit Plus oben draufgab. Toni kam mit der Toni-Tour auf den Rieder Hauptplatz mit einem vorläufigen Ergebnis von 38.000,-€. Aber die Stimmung war so ausgelassen, dass auch dieses Ergebnis schlussendlich bei 43.000,-€ landete. Die Party wollte einfach nicht enden, und so wurde sie vom Hauptplatz auf den Kirchenplatz verlegt. Keiner weiß, wann es endete, aber Cinderellatime wurde diesmal sicher nicht geschafft.
17.8.25 – Tag 5 – die Heimkehr
Beim Sammeln am Hauptplatz gab es schon die ersten Abschiede und der Tross machte sich auf zur Maismania, wo uns die Marktmusikkapelle Ried zünftig empfing. Neben dem Mais-Labyrinth stand ein kleines Food-Dörfchen, das zum Shoppen regionaler Leckereien einlud. Es wurden Spenden übergeben und Interviews gehalten und dann ging es los zur Endstation in Pressbaum, wo sich wieder ein paar Vespen dem Tross anschlossen. Diesmal war die Charity Tour zu Gast bei der Feuerwehr Pressbaum. Es wurden weitere Spendenschecks gesammelt und während den Danksagungen machte der Kassier Günther R. seine Abrechnung um das vorläufige Ergebnis bekanntgeben zu können: rekordverdächtige 331.000,- € waren zusammengekommen und wurden mit tosendem Applaus gefeiert.
Nach der Tour ist vor der Gala: dort wird nicht nur eine Pan Amerika verlost werden, sondern auch das Endergebnis der Harley Davidson Charity Tour bekannt gegeben .. man darf gespannt sein.
Text: Gerda (Historian)
Fotos: Thomas + Michi (Fotografer)